UNFALL MIT GEFÄLSCHTEM FÜHRERSCHEIN IM MILES-CARSHARING: WENN DIE VERSICHERUNG NICHT ZAHLT

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Carsharing wirkt unkompliziert — bis nach einem Unfall plötzlich Fragen zur Fahrerlaubnis auftauchen. Genau solche Fälle führen zunehmend zu erheblichen Problemen zwischen Fahrern, Versicherungen und Carsharing-Anbietern wie z.B. MILES Mobility.

 

 

 

 

DER FALL

In Berlin kommt es mit einem MILES-Fahrzeug zu einem Verkehrsunfall.
Der Fahrer hatte sich zuvor mit einem angeblich gültigen EU-Führerschein registriert.

Nach dem Unfall entstehen jedoch massive Zweifel an der Fahrerlaubnis:

  • Verdacht auf gefälschten Führerschein
  • angebliche Fahrerlaubnis aus Polen
  • mögliche Probleme bei der Anerkennung in Deutschland
  • Zweifel an Echtheit oder Erwerb der Dokumente

Die Folge:
Die Versicherung verweigert die Schadensregulierung oder kündigt Regressforderungen an.

 

Zusätzlich drohen Probleme mit dem Carsharing-Anbieter selbst.


WARUM SOLCHE FÄLLE SO GEFÄHRLICH SIND

Viele Nutzer gehen davon aus:

„Wenn das Fahrzeug versichert ist, wird der Schaden schon reguliert.“

Das ist ein gefährlicher Irrtum.

Denn sobald der Verdacht besteht, dass keine gültige Fahrerlaubnis vorlag, prüfen Versicherungen und Carsharing-Anbieter sehr genau:

  • durfte das Fahrzeug überhaupt geführt werden?
  • lag Fahren ohne Fahrerlaubnis vor?
  • wurden bei der Registrierung falsche Angaben gemacht?
  • bestand überhaupt Versicherungsschutz?
  • haftet der Fahrer persönlich?

 

Gerade im Carsharing entstehen dadurch schnell existenzgefährdende Forderungen.


AUSLÄNDISCHE FÜHRERSCHEINE: DAS KERNPROBLEM

Besonders häufig geht es um Fahrerlaubnisse aus:

  • Polen
  • Tschechien
  • Bulgarien
  • Rumänien

Entscheidend ist dabei nicht nur das Dokument selbst, sondern:

  • bestand ein echter Wohnsitz?
  • gab es frühere Entziehungen in Deutschland?
  • liefen Sperrfristen?
  • war eine MPU offen?
  • ist die Fahrerlaubnis überhaupt wirksam?

 

Schon kleine Unstimmigkeiten reichen oft aus, damit Versicherungen Leistungen verweigern.


WENN DIE VERSICHERUNG NICHT ZAHLT

Die Folgen können erheblich sein:

  • hohe Reparaturkosten
  • Personenschäden
  • Regressforderungen
  • Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis
  • Probleme mit Behörden
  • Schadensersatzforderungen durch Dritte
  • mögliche Forderungen des Carsharing-Anbieters

 

 

Besonders kritisch:
Viele Betroffene merken erst spät, dass neben dem Unfall plötzlich auch strafrechtliche und versicherungsrechtliche Verfahren entstehen.


NACH UNFALL MIT CARSHARING FAHRZEUG: WAS BETROFFENE JETZT TUN SOLLTEN

Wer nach einem Unfall mit einem Carsharing-Fahrzeug Probleme wegen eines ausländischen oder möglicherweise fehlerhaften Führerscheins bekommt, sollte frühzeitig reagieren.

Wichtig:

  • keine vorschnellen Aussagen
  • keine ungeprüften Schuldeingeständnisse
  • Unterlagen prüfen lassen
  • Versicherungsanschreiben ernst nehmen
  • Fristen beachten
  • Fahrerlaubnisstatus juristisch bewerten lassen

 

Gerade im Verkehrsrecht entscheiden oft kleine Details über erhebliche finanzielle Folgen.


Oliver Rabbat – Verkehrsrecht Berlin fasst zusammen

Unfälle mit Carsharing-Fahrzeugen und problematischen EU-Führerscheinen entwickeln sich schnell zu komplexen Verfahren. Neben strafrechtlichen Vorwürfen geraten häufig auch Versicherungsschutz, persönliche Haftung und Regressforderungen in den Fokus. Wer betroffen ist, sollte die Situation frühzeitig rechtlich prüfen lassen.


Oliver Rabbat

Fachanwalt für Strafrecht

Anwalt für Verkehrsrecht

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